Vor der Übernahme


Liebe Adoptant/in, liebe Pflegefamilie 

bitte achten  Sie bei Übernahme eines Tierschutzhundes auf eine ausbruchsichere Sicherung!

 

Immer häufiger hört man in letzter Zeit von Hunden, die direkt vom Transport oder innerhalb der ersten Tage bei den neuen Besitzern entlaufen. Oft geschieht dies aus Unachtsamkeit der Transporteure, wie auch aus mangelndem Wissen bei den Adoptanten. Doch wie kann man die Risiken für ein Entlaufen auf ein Minimum senken und was ist wichitg?

 

Der Tierschutzhund

Fast immer handelt sich um Hunde mit einer ungewissen Vorgeschichte. Besonders die Tiere, die aus dem Ausland zu uns kommen, haben teilweise Grausames erlebt. Selbst wenn sie vor Ort als ruhig und lieb beschrieben werden, kann man nicht davon ausgehen, dass sie dieses Verhalten auch hier sofort zeigen. Der Stress des Transportes, die neue Umgebung, fremde Umwelteinflüsse sind nur einige Faktoren, die einem Hund sehr zusetzen. Wie er auf diese Faktoren reagiert, ist immer unterschiedlich und nicht absehbar. Dies sollte man sich stets vor Augen halten, wenn man sich für einen solchen Hund entschieden hat.

 

Die Abholung

Die Hunde kommen in mehr oder weniger grossen Transporten, oder mit einem Flugpaten hier in Deutschland an. Wenn Sie selbst einen Hund von einem solchen Transport abholen, gibt es ein paar wichtige Dinge, die beachtet werden sollten. Ein erfahrener und verantwortungsvoller Transporteur bzw. Flugpate wird ihnen stets mit Rat zur Seite stehen und Ihnen bereits im Vorfeld mitteilen, was es zu beachten gilt. Auch die verantwortliche Orga/ Verein wird vorab mit Ihnen den Ablauf durchsprechen. Leider wird dies aber auch oft vergessen, weshalb es nicht schaden kann, wenn Sie sich selbst vorab informieren.

Grundlegend gilt, dass Sie sich vorab über die Grösse des Hundes informieren sollten. Anhand dessen sollten Sie ein Geschirr und ein Halsband aussuchen, welches Sie zur Abholung mitnehmen. Beides sollte sowohl enger wie auch weiter gestellt werden können, da die tatsächliche Grösse des Hundes immer variieren kann. Das Halsband sollte keinen Schnappverschluss haben, da diese nicht so strapazierfähig sind.
Da die Hunde im Ursprungsland oft mit der Schlinge eingefangen wurden, reagieren viele mit einer extremen Panik auf Zughalsbänder. Auch wenn diese wegen der Verstellbarkeit am besten geeignet scheinen, sollten Sie darauf achten, dass diese Halsbänder einen individuell verstellbaren Stopp haben, so dass der Hund zwar gut gesichert ist aber ein Würgereiz vermieden wird.
Ebenfalls sollten zur Abholung zwei Leinen mitgebracht werden, die jeweils an Geschirr und Halsband befestigt werden. Bitte sparen Sie hier nicht am falschen Ende, sondern achten Sie auf die Qualität der Haken. Es kam leider schon vor, dass der Haken gerissen ist und der Hund deswegen entlaufen ist. Und bitte niemals eine Rolleine, sogenannte Flexy- Leine, mitbringen.

 

Bei Übernahme eines Angsthundes ist es erfoderlich, ihm ein ausbruchsicheres Geschirr, ein sogenanntes (Panikgeschirr) anzulegen.

Wir möchten Tieren in Not helfen und nicht durch unvorsichtige Maßnahmen, dass das Tier wohlmöglich im schlimmsten Fall, mit dem Leben bezahlt!

Bitte nehmen Sie diese Information ernst! Wir haben leider schon viele schlimme Erfahrungen machen müssen und Vorsicht ist immer besser, als die Nachsicht. Wir stehen Ihnen gerne mit Fragen und Antworten zur Verfügung!