Kastrationsprojekte 2016


Neues von den Flying Cats 2016

Liebe flying cats Mitglieder, Paten, Unterstuetzer und Freunde
Zu Beginn moechte ich eine kleine Anekdote hier wiedergeben.
Nina Schoellhorn, die Aerztin die jetzt schon ueber 1 Monat dort ist, berichtete mir ganz entruestet eines Abends, dass sie eine Katzenmutter mit ihren Kitten neben ihrem Appartement in dem leer stehenden Gebaeude gefunden hat......ich fragte sie, was sie denn daran so schocken wuerde, denn das ist doch nichts ungewoehnliches.....und ich sagte, "natuerlich gibt es das noch ueberall auf der Insel." Daraufhin sagte sie " Ja, aber doch nicht genau neben mir !!!" Ich habe sehr gelacht darueber, denn das zeigt genau die Einstellung die sie alle haben. Sie sind erst zufrieden wenn alle Katzen eine Kerbe im Ohr tragen und jeder Hund das Tatoo am Bauch traegt DF  ( Dein Freund) und dafuer tun sie wirklich alles.
Eine der emotionalsten, anstrengensten aber auch erfolgreichsten Zeiten liegt hinter uns.
Der fast dreimonatige Kastrationseinsatz auf Rhodos geht nun in 2 Tagen zu Ende. Es wurden in jeder Hinsicht alle unsere Erwartungen uebertroffen, und wir haben viel gelernt waehrend dieser Zeit, aber auch viel erlebt.
Gelacht, geweint, gezweifelt, gehofft und immer wieder gesagt, ja wir schaffen das.......
Wir haben einmal mehr gemerkt wie wichtig es ist, dass alle zusammen arbeiten und wir haben viele neue Kontakte knuepfen duerfen, die so wichtig sind bei dieser Art von Projekt.
Menschen die dazu beitragen, dass diese Sache erfolgreich wurde, indem sie unermuedlich jeden Tag auszogen um Katzen zu fangen damit kein Leerlauf fuer unsere Vets entsteht. Hoert sich einfach an, ist es aber keinesfalls. Katzen lassen sich nicht mal eben nach Termin in Boxen verladen um sich kastrieren zu lassen. Jeder der mal versucht hat scheue Katzen in freier Wildbahn zu ueberreden mitzukommen, weil es nur zu ihrem Besten ist weiß wovon ich rede ;))
Also kann man sich vorstellen was es bedeutet taegl. 20-30 Katzen zu bringen und manchmal mehr, um sie dann am naechsten Tag wieder zu verladen und sie an ihren angestammten Plaetzen in die Freiheit zu entlassen.
Die Notfelle die Ihnen dabei ins "Netz" gingen waren jedesmal eine besondere Herausforderung fuer uns......zu klein zu krank zu verletzt um sie wieder auf die Strasse zu lassen, musste jedesmal eine Unterbringung gefunden werden. Sie sitzen teilweise wochenlang in Pflege bei einheimischen Tieraerzten und dann brauchen sie dringend ein Zuhause. Da wuenschten wir uns jedesmal ein zweites Hobbiton, wo man sie pflegen kann bis sie entweder wieder raus koennen oder eben in Ruhe bleiben koennen bis wir sie vermitteln koennen.
 
Hilferufe von ueberall wurden so gut es ging abgearbeitet. Auch Nachts klingelte manchmal das Telefon weil irgendwo ein angefahrener Hund/Katze auf der Strasse lag der schnell verarztet werden musste.
 
Das alles zeigte uns, dass es eigentlich dringend notwendig ist das ganze Jahr anwesend zu sein, denn es geht nicht nur um Kastration wenn unsere Aerzte vom Tieraerztepool dort sind. Sie helfen allen die in dieser Zeit gefunden werden und nicht nur das. Sie fliegen sogar schwere Notfaelle aus nach Deutschland um sie dort operieren zu lassen, wenn die Moeglichkeiten auf der Insel nicht gegeben sind.
Die Zahlen sagen alles und dabei ist der OP noch bis Dienstag Mittag geoeffnet.
1684 Katzen, 321 Hunde und 265 Sonderoperationen in bisher 64 Arbeitstagen.
Die Plaene die wir fuer das naechste Jahr dort haben liegen klar auf der Hand. Wir werden intensiv nach eigenen Raeumlichkeiten suchen, wo wir dann arbeiten koennen wann immer wir koennen und wollen.
Erste Gepraeche dafuer wurden schon gefuehrt aber noch steht alles in den Sternen ob die Stadt uns so ein Gebaeude zur Verfuegung stellt.
Wir werden alles daran setzten so schnell wie moeglich geeignete Raeumlichkeiten zu finden, damit das Projekt weitergehen kann.
Danke an alle die uns in diesem Jahr so unterstuetzt haben, dass es uns moeglich war neben der monatlichen Unterstuetzung des Hobbitons und diversen teuren Behandlungen von Notfallkatzen, ein so grosses Projekt finanzieren zu koennen.
Darum duerfen wir auch nicht aufhoeren und bitten wieterhin um Unterstuetzung weil es wunderschoen ist zu sehen wie etwas wie das, langsam Formen annimmt und wir uns sicher sind dass man diese Insel in den Griff bekommt.
 
In den naechsten Wochen werden die ersten flying News an alle Mitglieder und Unterstuetzer geschickt, weil wir denken, dass viele Menschen einfach nicht regelmaessig im Internet sind. Wir freuen uns ueber Ihr Feedback um zu sehen ob wir das wiederholen sollen.
 
LG Andrea Wegner und das flying cats Team

Liebe Vierpfotenretterfreunde,

hier schon einmal ein kurzer Bericht von Andrea Wegner über den aktuellen Stand der Kastrationsaktion auf Rhodos:

 

 

Die achte Kastrationsaktion auf Rhodos hat begonnen. Am Sonntag den 6.3. wurde der OP Bereich vorbereitet und bereits an dem Tag noch eine schwangere Huendin kastriert. Das Team der Arche Noah Kreta, diesmal angereist mit Thomas Busch, Vorsitzender des Tieraerztepools, Melanie Stehle und unserer Antonia aus Rhodos konnten es wohl nicht abwarten ;) Am Montag begann dann die eigentliche Aktion die auch sofort am ersten Tag volle Terminbuecher bescherte. Es begann mit insgesamt 58 kastrierten Tieren und 9 anderen OPs Tendenz steigend ;) natuerlich geben wir am Ende genaue Zahlen bekannt, aber bisher werden taeglich bis zu 25 Hunde und bis zu 40Katzen im Durchschnitt gemacht. Ich kann heute am vierten Tag schon sagen, dass es hoechste Zeit war, denn es sind leider schon jetzt sehr viele traechtige Tiere dabei, was es nicht leichter macht. Schon jetzt stocken wir das OP Equipment auf und ebenfalls die Spot on Produkte die jedes Tier ebenfalls noch bekommt. Die Stimmung ist gut und alle Beteiligten arbeiten wie ein Uhrwerk. Leerlauf gibt es nicht.

 

Hier seht ihr einen Teil der ersten Fuhre die von uns mit auf die Insel genommen wurde. Der Rest folgt jetzt noch und einiges kaufen wir noch vor Ort ein.

 

Vielen Dank an alle Menschen, die diese Aktion unterstützen!!!!

Das Team "Die Vierpfotenretter" zählen auch weiterhin auf finanzielle und tatkräftige Unterstützung.