Januar 2017

Alexandra wurde, wie viele Tiere in einem trockenen Gebiet in den Bergen mit einer Kette um den Hals aufgefunden.Sie hatte nichts; kein Futter; kein Wasser,; rein gar nichts! Auch kein Unterschlupf, denn sie sollte dort einsam sterben.
Gott sei dank wurde Alexandra gefunden und lebt schon eine lange Zeit im städtischen Tierheim auf Rhodos.
Als wir die Bilder machten im März war es das erste Mal, dass Alexandera außerhalb des Shelters war. Ihr Fell klebte voller Kot, und Urin . Teils getrocknet, teils feucht vom Säubern des Geheges. Viele Tiere haben sich dort mit ihrem Schicksal abgegeben.

 

15.4.2018

Berlin -Düsseldorf
Düsseldorf- Berlin

Alexander saß im Januar 2017 inmitten vieler anderer kleiner Hunde. Er war soooo süß. Der Flug von mir war voll, nur ein Kabinenplatz konnte noch belegt werden mit höchstens 6 Kg, doch Alexander war schon etwas zu groß. Ich versprach ihm, ich hole dich nach. Ich musste ihn schweren Herzens zurück lassen. Im März kam ich zurück nach Rhodos und er saß immer noch in dem vollkommen überfüllten Tierheim, immer noch im Urin und Kot, immer noch der absolut liebe Blick. Wieder Fotos machten wir, wieder versprach ich: ich vergesse dich nicht! Ich hole dich raus!
Vergessen könnte ich ihn nicht, doch immer wieder kamen Notfälle, die dringend raus mussten und irgendwann sah man ihn nicht mehr zwischen all den Hunden, die sich übernander stapelten. Alexander würde noch dazu durch den hohen Stresspegel von den anderen Hunden gemobbt.
Vor nicht allzu langer Zeit wollten wir wissen von George, ob er immer noch da sitzt im Shelter understand wir bekamen die niederschmetternd Nachricht: ja, aber er hat Leishmaniose.
Tief betroffen und voller Schuldgefühle verabschiedete ich mich von dem Gedanken ihm wirklich helfen zu können.
Dann kam eine Bewerbung und es folgten Gespräche, über all das was wichtig ist mit der Krankheit, dem Leben im Tierheim auf Rhodos, über all das was es mitbringen könnte.
Die Familie erkundigte sich, machte Termine mit dem Spezialisten D.Nauke, mit ihrem Tierarzt und saugte alles auf, was man in Erfahrung bringen konnte.
Dann kam die Entscheidung: Leishmaniose soll kein Hinderungsgrund sein, wir adoptieren Alexander!
Ich war so glücklich!
Andrea von den Flying cats half mir um einfach nochmal den kleinen Mann durchzuchecken und mit Antonia, der Tierärztin wurde erneut Blut nach Athen geschickt.
Alexander war eine Alexandra bekam ich die Nachricht und hätte als Welpe vermutlich Staupe überlebt. Sie war eine Kämpferin!
Schlechte Zähne waren das Resultat, aber Herrgott, es gibt Schlimmeres.
So eine liebe Maus schrieb Andrea mir..wir haben ihr die Zähne gemacht!
Und stell dir vor Antonia, sie hat "KEINE" Leishmaniose!!!
Wow!
Was kann man da noch sagen?
Heute war es soweit, Alex durfte raus!!!
Um halb vier landete Alex mit Barbara Kastanaki, die unseren Hilferuf las und sich als Flugpatin bereit erklärt sie mitzubringen.
Nun sind Familie und Alex unterwegs in ihr Zuhause, wo sie endlich ankommen darf und geliebt wird.
Nur wer das Tierheim auf Rhodos zwei/dreimal besichtigt hat und all den fliegenden Augen standhalten konnte, weiß wovon wir schreiben.