Joschi


Geschlecht: Rüde

Alter: 
Größe: ca. 46 cm  

Gewicht: ca.16 kg
Kastriert: ja
Kinder: ja   

Andere Hunde: ja   

Katzen:  ja
Aufenthaltsort: Rhodos Auffangstation

 

5.08.2018

Joschi aklimatisiert sich langsam in der Auffangstation. Sein Misstrauen gegenüber Menschen wird weniger. Er zeigt sich nur als lieb und wahnsinnig unterwürfig. Bei schnellen Bewegungen legt er sich sofort auf den Rücken und hebt beschwichtigend die Pfote. Wenn man sich zu ihm setzt, dann kommt er und lehnt sich an, jedoch mit etwas Misstrauen und so, dass er doch noch ausweichen könnte. Es braucht jetzt einfach "Zeit!"

Selbst bei Tierärztin Kiki war Joschi einfach nur brav. Unglaublich, dass Tiere trotz schlimmer Vergangenheit den Bezug zum Menschen haben und ihnen auch weiterhin treu ergeben sind.

18.07.2018

Dieses Kerlchen wurde zusammen mit Sunshine aus Kettenhaltung bei Junkies befreit. Er ist noch etwas schüchtern und zurückhaltend, denn er hat leider keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht. Kommt aber trotzdem von selber auf einen zu und will Pfötchen geben, setzt sich dann neben einen und lässt sich knuddeln. Menschen mit ein bisschen Geduld, die ihm die nötige Sicherheit geben, werden ein treues, dankbares und liebes Familienmitglied bekommen. 

Dieser freundliche gutmütige Hundemann eine viel zu lange Zeit seines Lebens an einerm kurzen Seil und auf Betonboden verbracht. Und als ob das nicht schon schlimm genug war, musste er auch noch die grauenhaften Misshandlungen seiner drogenabhängigen „Haltern“ ertragen. Zwar erbarmte sich eine Frau, die immer wieder Zeugin der Schläge, Tritte und weiterer Gewaltanwendungen geworden war, dieses armen Gesellen, sie konnte aber nicht viel mehr für ihn tun als ihm ab und zu durchs Fell zu streichen und ein paar Leckerbissen zuzustecken.

Unsere giechischen Tierschützer haben immer wieder versucht, den armen Joschi aus den Fängen dieser Menschen zu befreien. Doch so einfach ist das nicht. Ein Hund darf nicht einfach von der Kette geschnitten, oder ohne Genehmigung entfernt werden, das wäre „Diebstahl“, so absurd dies auch erscheinen mag. Auch Hinweise an das zuständige Veterinäramt im Ausland helfen oft nicht weiter. Das ist in Deutschland wenig anders als in Griechenland. Wenn man dem Halter keine Misshandlungen nachweisen kann – wenn das Tier also keine sichtbaren Verletzungen oder Spuren grober Vernachlässigung aufweist – kann das Veterinäramt nicht einschreiten.