Wenn jemand eine Reise tut..

Sigi macht Urlaub!

Ja, in diesem Glauben flog sie über den großen Teich nach Rhodos.

Kaum angekommen wurde sie eingespannt in den Tierschutzalltag unserer Tierschützer. Gott sei dank hatte Maria, die Pensionswirtin den Frappe´ schon bereit, denn sie kennt unsere Sigi schon viele Jahre und es ist gar kein Urlaub, bemerkt Sigi: "es ist ein ankommen in die Familie!"

Etwas Tierschutz war geplant und so sollten Bilder geschossen werden, damit wir unsere Arbeit von Deutschland fortführen können.

 

 

 

Doch Sigi hatte vor lauter Schmusen und Kuscheln mit all unseren auf Rhodos befindlichen Hunden jede Menge zu tun.

Was hier so liebevoll aussieht, treibt auch  "alten" Tierschützern  Tränen in die Augen.

Ein Rascheln, ...mehr hörte man nicht!

Hinter einem Busch, drei,  sehr abgemagerte kleine Hundekinder.

Man spürte nur noch die Rippen und auch Litsa kämpfte mit den Tränen

So dünn sind sie!    Ich verstehe das einfach nicht!

Wie kann man so etwas machen? Worte der Fassungslosigkeit.

Alle drei, froh gefunden worden zu sein, völlig erschöpft schlafen sie in Sigi`s Armen ein.

Eine Situation kaum zu ertragen und selbst einer erfahrenen Tierschützerin das Herz bricht.

Litsa überlegt,... wohin mit den Welpen jetzt auch noch?

Sie ist ratlos, doch es muss schnell gehandelt werden und die drei werden auch, zu den gestern und vor drei Wochen gefundenen Welpen gepackt, hilft ja nichts!

Sie fressen nicht, sie schlingen und einer stellt die Pfote in den Napf: "alles meins!"                                      Sigi lacht, als sie das erzählt.

Eines der "Kleinen", das schwächste,  zog am nächsten Tag zu Litsa, denn ihr ging es nicht gut. Kiki meinte ihre Chance wäre 50/50, doch es sind doch kleine Kämpfer.

 

Ach schon am nächsten Tag ging es weiter!

Erst dachten wir, es sei die Mutterhündin der Welpen, doch sie scheint zu jung.

Total abgemagert und entkräftet lag auch sie im Dickicht. Alle sind sich einig: die war gestern noch nicht da und wurde vermutlich frisch ausgesetzt.

Ein Trauerspiel ohne Ende.

Die Tierärztin Kiki hatte dann später auch keine gute Prognose. Akutes Leber-und Nierenversagen, ohne Heilungsaussichten. Im Moment ist sie bei Xristina und darf noch etwas Liebe erfahren, solange sie schmerzfrei ist, dann müssen wir das kleine Geschöpf gehen lassen, ohne das es richtig gelebt hat.


Schon am nächsten Tag kam ein Anruf einer Touristin, die um Hilfe wegen eines Kittens in Lindos bat.

Hm,  nicht gerade um die Ecke, aber wenn ich schonmal da bin;-)

Die Einfangversuche am nächsten Tag gestalteten sich schwieriger, als gedacht. Das Ende vom Lied war, der Mann, der zum Halten des Netzes zuständig war, drehte es nicht zu und das schlaue Ding, entwischte wieder in die Freiheit.

Das Ende vom Lied:  Sigi hatte Blasen auf Schultern und Armen, aber keine Katze und fuhr erfolglos in ihre Unterkunft zurück.

Der nächste Tag war endlich erfolgreich und das kleine Kitten ging ins Netz. Sie wurde zur Tierärztin in Rhodos Stadt gefahren und wird nun aufgepäppelt und gesund gepflegt. Nur der mitgebrachte Gestank, der Mülldeponie, wo sich die kleine Katze aufhielt,  der wird wohl noch länger anhalten;-)

Sie wird wieder gesund!

 


 

Auch wurde die Hilfe unserer Kämpferin am Flughafen sehr geschätzt.

Wenn mehrere Tiere fliegen, dann zählt jede Hand und Sigi packt da an, wo es nötig ist!


 

Auf geht´s!

Eine ganze Karavane Hunde und die ganze Meute Welpen werden zu Kiki, unserer Tierärztin gefahren.

Der kleine Joschi sucht bei Sigi gerne Schutz.

Drei Autos mit Fahrern werden benötigt, um die ganze Meute zu transportieren. Na, da ist was los im Wartezimmer bei Tierärztin Kiki, aber Joschi und Sigi nehmen sich Zeit füreinander und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen.


 

Bei einem Fotoshooting von Hunden schaute auf einmal neugierig eine Nase um die Ecke eines Geheges.

Wieder ein ausgesetztes "Etwas"! Wieder eine so liebe arme Seele!

Unsere Tierschützerinnen versuchen den Besitzer ausfindig zu machen, doch ganz ehrlich:

wer`s glaubt wird seelig!


Abschied ist ein bischen wie sterben.

Wer die Griechen und ihre Herzlichkeit kennt, weiß wie schwer der Abschied sein kann und es macht es nicht leichter, dass wir sie "allein" zurücklassen zu müssen, in einem Kampf den niemand gewinnen wird.

 

Sigi, jetzt brauchen wir dich wieder in Deutschland, denn auch hier wird gekämpft. Etwas anders, aber nicht viel weniger hart.

 

01.08.2018 welcome back, Sigi!